· 

GR - Sitzung 13.01.2026

Aktueller Bericht von GR Georg Gleirscher

Haushaltsvoranschlag 2026

Bürgermeister und Finanzreferent Gerhard Stern stellten den Haushaltsvoranschlag für 2026 vor. Das Budget umfasst rund 22 Millionen Euro auf der Einnahmen- und Ausgabenseite und ist ausgeglichen. Ziel ist es, laufende Beschlüsse und Projekte fortzuführen und verantwortungsvoll mit den finanziellen Mitteln umzugehen. 

 

Der Voranschlag wurde mit 6 Ja-Stimmen (Gemeinschaftsliste Neustift) bei 11 Gegenstimmen (Neues Neustift, Junges Neustift, Für Neustift und Zukunft Neustift) abgelehnt. Dadurch ist eine neuerliche Auflage des Budgets in einer kommenden Gemeinderatssitzung notwendig. Aus Sicht der Gemeinschaftsliste ist dies bedauerlich, da es zu Verzögerungen dringend notwendiger Vorhaben kommen kann und damit entgegen den Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger steht.


Bericht des Bürgermeisters

Der Bürgermeister berichtete über folgende Punkte:

  • Die Tourismussaison verläuft sehr gut und kann – trotz der allgemeinen Wetterlage – insgesamt als zufriedenstellend bewertet werden.
  • Der Prüfungsbericht der Bezirkshauptmannschaft liegt vor. Die Gemeinde Neustift hat die Prüfung sehr gut bestanden. Der Haushalt 2025 konnte trotz noch nicht vollständig eingegangener Förderungen sowie des noch offenen Verkaufs des Feuerwehrhauses punktgenau ausgeglichen und abgeschlossen werden.
  • Die bereits beschlossene strukturelle Umstellung des Sozialsprengels befindet sich derzeit in Ausarbeitung.

Details zum Haushaltsvoranschlag 2026

 

Der Haushaltsvoranschlag 2026 bildet eine stabile finanzielle Grundlage.

Die Einnahmen profitieren unter anderem von den Nächtigungszahlen, die sich positiv auf die Kommunalsteuer auswirken. Die Ertragsanteile steigen 2026 um 4,78 %. Gleichzeitig erhöhen sich die Zahlungen an das Land Tirol – etwa für Kinder- und Jugendhilfe, Sozialhilfe, das Bezirkskrankenhaus und das Rettungswesen – um 5,99 %. Die Kommunalsteuer beträgt 3 % der Lohnsumme und bringt der Gemeinde rund 1,9 Millionen Euro. Verwaltungsabgaben, Verkehrs- und Aufschließungsabgaben sowie die Grabbenützungsgebühr bleiben unverändert. Die Kanal- und Müllgebühren wurden geringfügig angepasst. Ein positiver Punkt ist der Abschluss des Breitbandausbaus im Jahr 2026. Laufende Einnahmen, etwa aus Mobilfunksendern, helfen dabei, weitere Projekte zu finanzieren.

 

Trotz der allgemein schwierigen Lage für Gemeinden ermöglicht das Budget unter anderem folgende Vorhaben:

Der Bau des Rückhaltebeckens mit Kosten von 750.000 € wird aufgrund neuer technischer Erkenntnisse auf Ende 2026 verschoben. Schutzverbauungen wie das Ruetzprojekt Scheibe und ein mobiler Schutzdamm schreiten voran. Weitere Projekte in Planung sind das Projekt Zegger Brücke, Lawinenverbauungen am Pinnisbach sowie Maßnahmen in Seduck und Stöcklen. Außerdem sind vorgesehen: Erschließung des Stackler-Gebiets, Instandhaltung von Gemeindestraßen, Startmaßnahmen im Gewerbegebiet Kampl, TIWAG-Stromleitung vom FZZ bis Auten. Der bereits beschlossene Zuschuss für das Fahrzeug der Bergrettung wird ebenfalls eingeplant. 

Wie zuletzt berichtet, wird die Leerstandsabgabe ab 2026 erhoben. 

 

Auch die Schule bleibt ein zentrales Thema: Sanierungsmaßnahmen sind früher als geplant notwendig, zudem verursachen bauliche Gegebenheiten zusätzlichen Aufwand, der im Budget berücksichtigt wurde.

 

Insgesamt zeigt sich ein Bild von umsichtigem Wirtschaften, gezielter Nutzung von Fördermöglichkeiten und bewussten Investitionen für ein stabiles Jahr 2026.


Außerdem auf der Tagesordnung

  • Die Finanzierung einiger veranschlagter Investitionen wurde gesondert mit 14 Ja-Stimmen genehmigt: Grundkauf Recyclinghof, Rückhaltebecken Moos, Versickerungsbecken Kamplersee, Breitbandausbau, Ausbau Kindergarten.
  •  Die Empfehlungen des Raumordnungsausschusses wurden beschlossen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0