Die Gemeinde Neustift kann ihren verantwortungsvollen Weg zum Wohl aller Gemeindebürger:innen auch im Jahr 2026 fortsetzen! Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 24. März 2026 mit einer Mehrheit von 11:6 Stimmen das von Bürgermeister Andreas Gleirscher vorgelegte Budget für das Jahr 2026 beschlossen.
Ein besonderer Dank gilt dem Finanzverwalter der Gemeinde Neustift für seine umsichtige Detailplanung und Koordination der Budgeterstellung!
Das nun beschlossene Budget sieht für das Jahr 2026 Einzahlungen und Auszahlungen in Höhe von jeweils mehr als 22 Millionen € vor. Damit werden u.a. folgende Investitionen und Vorhaben ermöglicht:
- Errichtung eines Rückhaltebeckens für das Kanalsystem im Moos (€ 750.000)
- Fortsetzung des Internet-Breitbandausbaus (€ 450.000)
- Diverse Maßnahmen zur Sicherung unseres Lebensraums – z.B. Bachverbauung (€ 1.000.000)
- Instandhaltung der Gemeindestraßen (€ 215.000)
- Grundankauf für eine mögliche Erweiterung des Recyclinghofs (€ 165.000)
- Erschließungsmaßnahmen für Erweiterung des Gewerbegebiets Kampl (€ 300.000)
- Abschlagszahlung für Einreicher des Siegerprojekts Neubau Freizeitzentrum (€ 100.000)
- Errichtung eines Versickerungsbeckens für den Parkplatz Kampler See (behördliche Auflage im Rahmen der Errichtung des Schulcampus - € 60.000)
- Fertigstellung der neuen Urnengräber am Friedhof (€ 50.000)
- Beitrag zur Anschaffung eines KFZ für die Bergrettung Neustift (€ 20.000)
Weitere wesentliche Ausgaben betreffen z.B.
- Transferzahlungen ans Land Tirol (z.B. Finanzierung Krankenanstalten, Kinder- und Jugendhilfe, Sozial- und Behindertenhilfe) in Höhe von 3,9 Millionen €,Personalaufwand für die rund 150 Gemeindebediensteten (inkl. Kindergarten, Alters- und Pflegeheim) in Höhe von 6,2 Millionen €,
- Straßenreinigung und Winterdienst (€ 350.000) sowie
- Tilgungs- und Zinsenzahlungen für die Finanzschulden (€ 900.000).
Wesentliche Einnahmen der Gemeinde Neustiften stellen u.a.
- Steuereinnahmen (insbesondere Kommunalsteuer) in Höhe von 2,9 Millionen €,
- Einnahmen aus Gebühren in Höhe von 2,4 Millionen €,
- Erträge aus erbrachten Leistungen (z.B. Pflege- und Altersheim) in Höhe von 3,9 Millionen €,
- Ertragsanteile des Bundes (6,9 Millionen €),
- Transferzahlungen von Bund und Land Tirol (3,1 Millionen €) sowie
- Erlöse aus dem geplanten Verkauf des alten Feuerwehrhauses Milders sowie einem nicht bewohnbaren Teil des Pfarrwidums
dar.
Da die Gemeinschaftsliste Neustift im Gemeinderat über keine absolute Mehrheit verfügt, war sie bei der Beschlussfassung zum Budget auf die Zustimmung anderer Listen angewiesen. Nach Verhandlungen mit allen im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen durch Bürgermeister Andreas Gleirscher konnte schließlich mit „Junges Neustift“ eine Einigung erzielt werden.
Seit Beginn dieser Gemeinderatsperiode versucht unsere Gemeinschaftsliste, in die Gestaltung der Gemeindeführung möglichst alle politischen Gruppierungen einzubinden. Dies zeigt sich insbesondere an der Ernennung eines 2. Vizebürgermeisters sowie der von uns veranlassten Vertretung aller Listen im Gemeindevorstand sowie den Gemeinderatsausschüssen.
Ganz in diesem Sinne war es Bürgermeister Andreas Gleirscher wichtig, nicht unsere Vorstellung des Budgets ohne Rücksicht auf Verluste „durchzudrücken“, sondern eine tragfähige Lösung mit den anderen Fraktionen zu finden. Die nun im Budget 2026 berücksichtigten Ausgabenvorschläge von „Junges Neustift“ (€ 465.000) sehen wir durchaus positiv, wobei wir gerne andere zeitliche Prioritäten gesetzt hätten und die durch die Vorschläge notwendige zusätzliche Darlehensaufnahme von € 300.000 gerne vermieden hätten. Gerade die zeitnahe Erschließung des erweiterten Gewerbegebiets Kampl ist auch uns ein großes Anliegen, um Flächen für Betriebsansiedlungen bereitzustellen. Für uns ist dabei jedoch wesentlich, dass es eine Lösung gibt, bei der die von der Erschließung profitierenden Grundbesitzer zum Verkauf oder der Baurechtseinräumung verpflichtet werden können.
Den Vorschlägen der weiteren Fraktionen aus dem Gemeinderat konnten wir trotz aller Kompromissbereitschaft nicht zustimmen. Forderungen, wie beispielsweise
- Kürzungen bei der Unterstützung von Vereinen,
- die Abschaffung des Kindergarten-Transports,
- Kürzungen bei Fortbildungsveranstaltungen der Bediensteten sowie
- Streichungen erforderlicher Investitionen in EDV- und Büro-Einrichtung im Gemeindeamt
- sind für uns mit einer nachhaltigen, sozial verträglichen Gestaltung unserer Gemeinde nicht vereinbar.
Aufgrund des Neubaus des Schulcampus Neustift vor Amtsübernahme unseres Bürgermeisters Andreas Gleirscher waren die Budgets durch die erforderliche Schuldenrückzahlung stark eingeschränkt. Trotz großer Belastungen durch Naturereignisse konnte der Schuldenstand der Gemeinde vom 1.1.2022 bis zum 1.1.2026 von 10,5 Millionen € um 1,7 Millionen € auf 8,8 Millionen € reduziert werden. Wir möchten diesen eingeschlagenen Weg fortsetzen, um die Gemeinde Neustift wieder finanziell leistungsfähig zu machen und die Umsetzung dringend erforderlicher Projekte zu ermöglichen!


