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Interview im Bezirksblatt mit Vize-Bgm. Andreas Gleirscher



Vizebgm. Andreas Gleirscher möchte Ortschef für alle Neustifter sein und den Fokus auf dringend anstehende Agenden legen.

BEZIRKSBLATT: Herr Gleirscher, 2016 haben sie die Bürgermeister-Stichwahl nur knapp verloren – ist das mit ein Grund für Ihre neuerliche Kandidatur?
Gleirscher: Ja. Ich konnte damals 47 Prozent der Stimmen holen. Das hat mich total positiv überrascht. Immerhin amtierte Bgm. Peter Schönherr da schon lange. Deshalb trete ich nochmal mit vollem Elan an.

Wieso sollen die Neustifter Sie wählen?
Ich habe die nötige Erfahrung auf Landes- und Bundesebene und kenne die lokalen Geschehnisse. Ich bin jetzt seit 15 Jahren im Gemeinderat, davon fünfeinhalb Jahre als Vizebürgermeister. Die Neustifter wissen, wie sie bei mir dran sind. Ich bin der, den sie anrufen und auf den sie zugehen können.

Wenn Sie das Rennen machen, käme das einem politischen Umbruch gleich.
Stimmt. Unsere Gemeinschaftsliste hat zuvor jahrzehntelang den Bürgermeister gestellt, jetzt allerdings seit drei Perioden nicht mehr.

Bgm. Peter Schönherr wird bekanntlich nicht mehr antreten. Was würden Sie als Nachfolger anders machen?
Im Zuge der Listenerstellung bin ich viel mit den Menschen zusammengekommen. Dabei habe ich bemerkt, dass die Leute wieder einen Bürgermeister wollen, der den persönlichen Kontakt pflegt. Ich würde zB Amtsstunden anbieten und nicht nur an das Gemeindeamt verweisen.

Welche politischen Schwerpunkte würden Sie setzen?
Dazu muss ich vorausschicken, dass sich die Zeiten geändert haben und wir akzeptieren müssen, dass wir vor geänderten Voraussetzungen stehen. Zum einen treffen uns die Auswirkungen des Klimawandels immer öfter, zum anderen ist die finanzielle Situation in Neustift sehr angespannt. Wir hängen immer mehr an den öffentlichen Fördertöpfen.

Hat Corona die Kasse geleert?
Ganz sicher, aber auch die meiner Meinung nach zu rege Bautätigkeit der vergangenen Jahre hat uns viele Schulden gekostet.

Konkrete neue Projekte wären also vorläufig keine geplant?
Abgesehen vom Notwendigen wie Verbauungen vor Naturgefahren, Ausbau der Kinderbetreuung, Schaffung der Voraussetzungen für sozialen Wohnbau & Co. jedenfalls nichts Großes. Die neue Aufbahrungskapelle ist auf Schiene – und übrigens eines der ganz wenigen Vorhaben, wo sich alle politischen Fraktionen einig waren. Und der Prozess zur Neuentwicklung des Freizeitzentrums und die Ideenfindung zur Weiternutzung der alten Schule in Neustift laufen ebenfalls.

Das heißt, in Neustift wird man sich vorerst auf das Wesentliche konzentrieren müssen?
Richtig. Mein Ziel wäre es, die Gemeinde wieder in ruhige Fahrwässer zu bringen. Die Herausforderungen sind bewältigbar, aber dafür braucht es einen Bürgermeister, der zuhört und versucht, Kompromisse zu finden, mit denen die meisten leben können. Deshalb bleibt mein Slogan von 2016 "Gemeinsam schaffen wir's" auch aufrecht.

Nicht leicht, immerhin ist die "Lagerbildung" in Neustift besonders ausgeprägt, "Kampfabstimmungen" gab und gibt es zur Genüge.
Ja, darunter habe auch ich als Oppositionsführer sehr gelitten. Wenn man einfach auf die Seite gestellt wird, obwohl man Vize ist und eine starke Gruppierung im Gemeinderat sitzen hat, ist das natürlich enttäuschend.

Bitte noch um einen abschließenden Satz zum im Ort so wichtigen Thema Tourismus.
Die Gemeinschaftsliste steht zu 100 Prozent hinter dem Tourismus. Das spezielle Projekt Zubringer Schlick – auf das diese Frage vermutlich anspielt – ist heute jedoch einfach nicht mehr zeitgemäß. Darum haben wir auch gegen die Überspannung des dortigen Gemeindegutsagrargrundes gestimmt. Am Elfer soll und muss allerdings sehr wohl etwas geschehen.

Das hier zitierte Interview wurde im Bezirksblatt Stubai/Wipptal vom 18./19. August 2021 abgedruckt und befindet sich außerdem auf der Website der Bezirksblätter unter  www.meinbezirk.at.

Abstimmung zum Projektantrag "Stubaier Hausberge"

Am 24.02.2021 kam es im Neustifter Gemeinderat zur Abstimmung über Verträge der Gemeindegutsagrargemeinschaft mit
Unsere Meinung dazu:

Für die Gemeinschaftsliste ist es erfreulich, dass sich die „junge“ Generation der führenden Touristiker engagiert, um die Destination „Neustift“ weiterzuentwickeln. Der Tourismus ist die Lebensader unserer Gemeinde. Der Tourismusverband Stubai setzte in den vergangenen Jahren und auch aktuell tolle Projekte um, denken wir nur an die Wilden Wasser und den Stubai-Radweg. Damit profitiert Neustift und das ganze Stubaital neben den Tourismuseinnahmen und -arbeitsplätzen auch von einer gut entwickelten Freizeit-Infrastruktur. Obwohl die Tourismusbranche momentan sehr schwere Zeiten durchmacht, ermöglichen der TVB sowie die Skigebiete uns Einheimischen auch in diesem Winter täglich schönstes Ski- und Langlaufvergnügen. Dafür gebührt allen Verantwortlichen ein großer Dank!

Mit dem „Nein“ zum Zubringer Schlick im Jahr 2018 haben unsere Liste sowie die anderen ablehnenden Gemeinderäte erreicht, dass viel Energie in eine Weiterentwicklung des Projekts und insbesondere in Ideen zur Angebotsverbesserung auf unserem Hausberg Elfer gesteckt wurde.

Trotzdem ging es bei der aktuellen Abstimmung auch wieder um die Überspannung eines Grundstücks der Agrargemeinschaft durch die geplante Zubringerbahn. Und bei dieser Zubringerbahn stellt sich nach wie vor die Frage, ob sie für die Gemeinde ein nachhaltiges, zukunftsträchtiges Projekt ist. Bringt eine neue Verbindung Schlick/Elfer per Gondelbahn und Bustransfer den Stubaier Tourismus maßgeblich weiter? Oder ist die Kulturlandschaft im Moos und auf Kaserstatt ohne neue Gondelbahn, Stationen und Parkplätze langfristig wertvoller? Dies sind nur Beispiele für eine Vielzahl von Fragen. Die Gemeinderäte sollten letzte Woche somit nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohl der Gemeinde Neustift und all ihrer BewohnerInnen abstimmen.

Die Gemeinschaftsliste begrüßt die geplanten Maßnahmen am Elfer sehr, auch wenn deren Umsetzung vielfach noch unsicher ist (Stichwort Grundeigentümer). Bei der Zubringerbahn Schlick sind wir aber der Meinung, dass für die Gemeinde Neustift sowie ihre BewohnerInnen und Gäste bei Abwägung aller Argumente in Summe kein ausreichend positiver Nutzen gegeben ist. Einige für uns wesentliche Punkte sind dabei wie auch bereits 2018
Wir haben von den Projektbetreibern und -befürwortern oftmals als Argument gehört, dass für den Stubaier Wintertourismus unbedingt wieder mal „etwas“ getan werden muss. Leider haben wir bis heute das Gefühl, dass der Zubringer zwar dieses „Etwas“ sein soll, aber niemand so richtig überzeugt ist, dass er auch das richtige „Etwas“ ist.

Aktuell wird in ganz Tirol ein „Neudenken“ des Wintertourismus gefordert mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit. Gerade unter diesem Gesichtspunkt ist es kontraproduktiv, mit einer suboptimalen Zubringerbahn großen Skiorten wie Mayrhofen oder Sölden nachzueifern, deren Dimensionen wir – Gott sei Dank – trotzdem niemals erreichen werden. Daher verwundert es auch nicht, dass die Reaktionen auf die in den Medien erfolgte Projektvorstellung in den letzten Wochen großteils von Unverständnis geprägt waren.

Noch ein letzter, für uns jedoch wesentlicher Punkt: Laut diversen Umfragen ist es um die Tourismusgesinnung großer Teile der Tiroler Bevölkerung nicht zum Besten bestellt. Eine wesentliche Erkenntnis ist jedoch, dass Tourismus nur dann nachhaltig erfolgreich sein kann, wenn sich die große Mehrheit der ansässigen Bürger (das heißt auch Nicht-Touristiker) damit identifiziert. Gespräche mit vielen Neustifterinnen und Neustiftern zeigen, dass die Meinungen uneinheitlich sind und sich große Teile der Bevölkerung explizit gegen die Zubringerbahn aussprechen. Eine sturköpfige Umsetzung des Projekts über die Köpfe der Allgemeinheit hinweg würde die Tourismusgesinnung der Neustifter sicher nicht verbessern. Dabei wird aber gerade diese positive Gesinnung der gesamten Bevölkerung in den nächsten Monaten und Jahren erforderlich sein, um den Tourismus nach dieser schwierigen Zeit wieder gemeinsam weiterzuentwickeln.

Die Gemeinschaftsliste hat somit am 24.02.2021 für den Abschluss des Vertrags mit der Hochststubai Liftanlagen GmbH zur Umsetzung von Maßnahmen am Elfer gestimmt. Dem Abschluss des Vertrags mit der Goldsutten GmbH für die Zubringerbahn Schlick haben wir hingegen nicht zugestimmt.

Gemeindebudget 2021

Bei der Gemeinderatssitzung am 10. Feber 2021 wurde über den Voranschlag von Bgm. Peter Schönherr für das Gemeindebudget für das Jahr 2021 abgestimmt. Uns ist bewusst, dass es aufgrund der derzeitigen angspannten finanziellen Lage durch die Maßnahmen und Folgen der Corona-Pandemie heuer eine besondere Herausforderung war, einen ausgeglichenen Budget-Entwurf zu erstellen. Trotzdem hat sich die Gemeinschaftsliste aufgrund der im Folgenden erläuterten Punkte dazu entschlossen, gegen den Budget-Entwurf zu stimmen.

Vorab möchten wir uns besonders bei unserem Finanzverwalter Gebhard Haas für die gewohnt zuverlässige Erstellung des Voranschlags bedanken. Durch die gesetzlichen Neuerungen im kommunalen Haushaltswesen war sein Aufwand für unser diesjähriges Budget noch größer als in den vergangenen Jahren.

Bevor wir inhaltlich auf den Voranschlag eingehen, dürfen wir unseren Bgm. Peter Schönherr aus seinem Interview zur Corona-Zeit in der Gemeindezeitung "Newstift", Ausgabe 2 vom September 2020 zitieren:
"[...] Ich möchte auch darum bitten, positiv in die nächsten Wochen und Monate zu gehen, wenn es auch nicht immer leicht sein wird. Wir werden als Gemeinde alles Mögliche unternehmen, um ein lebenswertes Dorf mit Zukunftsperspektiven für unsere BürgerInnen, Wirtschaftsbetriebe, Schulen und Vereine sein zu können.“
Die erste Aussage unseres Bürgermeisters hat sich leider bewahrheitet – die aktuelle Zeit macht es vielen Neustifterinnen und Neustiftern nicht leicht und erfordert eine positive Einstellung. Am zweiten Satz haben wir angesichts des präsentierten Voranschlags für das Jahr 2021 jedoch unsere Zweifel.

Das hat vor allem folgende Gründe:

Gemeindebudget 2020

Die Gemeinderatssitzung am letzten Dienstag, 04.02.2020, stand im Zeichen der Beschlussfassung über den Voranschlag (Budget) der Gemeinde Neustift für das Jahr 2020. Der Voranschlag wurde schlussendlich mit 11 Ja- und 6 Nein-Stimmen beschlossen. Warum unsere Mandatare mit Überzeugung GEGEN das vorgelegte Budget stimmten, kann der offiziellen Stellungnahme der Gemeinschaftsleiste für das Protokoll der Sitzung entnommen werden:

Wir von der Gemeinschaftsliste haben uns mit dem vorliegenden Budgetentwurf auseinandergesetzt, und sind schlussendlich zu der Meinung gekommen, dass wir diesem Budget nicht zustimmen werden.

Die Gründe für diese Ablehnung sind im Wesentlichen folgende:

1. Aufgrund dieses Budgets kann keines der dringend notwendigen Projekte angegangen werden bzw. sind ausschließlich Studien- oder Projektvorlauf-Kosten veranschlagt. Das trifft beispielsweise
Gleichzeitig sind vorgesehene Ausgaben für wichtige Maßnahmen, wie z.B. die Straßenerhaltung viel zu gering veranschlagt.

2. Grundverkäufe müssen einkalkuliert werden, um ein ausgeglichenes Budget zu erhalten. Das geht auf Kosten unserer nächsten Generationen!

3. Angesichts der prekären Budgetsituation, dass momentan „gar nichts mehr geht“, hätten wir uns erwartet, dass man miteinander bereits VOR der Budgeterstellung diskutiert. Diese Einbindung ist nicht passiert, unsere zahlreichen Änderungsansuchen sind nur zu einem sehr geringen Anteil in der Endfassung zu finden.

4. Positive Punkte im Voranschlag sind beispielsweise die notwendige Erhöhung des Budgets Kinderbetreuung und die Förderungen der Vereine. Wenn aber gespart werden muss, dann gehören alle Verantwortlichen über die Lage informiert und zum Sparen aufgerufen! GEMEINSAM sollten mögliche Kürzungen diskutiert werden, und nicht von den Budgeterstellern einzelne Posten autoritär gestrichen werden.

Die finanzielle Situation der Gemeinde Neustift

Der Gemeinde Neustift ist es gelungen, beim Land Tirol einen weiteren Zuschuss in Höhe von ca. 1 Mio. EUR zu lukrieren, welcher zur Abdeckung jener Kostensteigerung notwendig ist, die beim Schulcampus allein aus der Baukostenindex-Steigerung 2015 – 2018 resultierte. Nichtsdestotrotz engt die Errichtung des Schulcampus den aktuellen und zukünftigen nanziellen Spielraum unserer Gemeinde enorm ein.

Projekte wie werden eine große Herausforderung.

Im Zuge der Budgeterstellung 2019 (im Jänner 2019 verspätet beschlossen) mussten auch vergleichsweise geringfügige Projekte, gestrichen werden. Auch die bisher jährliche Dotierung der Rücklage für die Tilgung des WBF-Darlehens „Altersheim“ wurde für 2018 und 2019 ausgesetzt. Als eines der wenigen Projekte, die BM Schönherr im Budget auf Vorschlag der Gemeinschaftsliste zuließ, konnte vor Kurzem die Verlängerung des Gehsteigs in Stackler fertiggestellt werden. In unserer großen Gemeinde müssen wir mittlerweile die „kleinen“ Erfolge feiern wie die „großen“.

Parkplatz Elferlifte

Nach der wenig ruhmreichen und lange Zeit aussichtslosen Parkplatz-Misere im Winter ist es erneuten Gesprächen zwischen Grundeigentümer, Gemeindevorstand sowie Geschäftsleitung/Aufsichtsrat Elfer zu verdanken, dass doch noch eine Einigung für die Sommersaison erzielt werden konnte: Der Parkplatz bei der Talstation kann nunmehr bis 01.10.2019 von allen Liftbenützern verwendet werden. Alle Beteiligten sind nun dabei, eine dauerhafte, für alle Seiten tragbare Lösung auszuarbeiten. Die Hoffnung auf einen „offenen“ Parkplatz für die Zukunft besteht!

Schulcampus Kampl

Die „nuie Schüala“ samt Internat ist weitgehend fertiggestellt. Das äußere Erscheinungsbild ist – wie bei jedem Bau – Geschmackssache. O!ensichtlich ist aber der enorme Flächenverbrauch, den die teils einstöckige Bauweise der Cluster-Gebäude mit sich bringt. Angesichts der vielen Initiativen zur verdichteten Bauweise im Wohnbau erscheint die Architektur des Schulcampus etwas provokativ. Die zweimalige Verschiebung des Übersiedlungstermins für den Schulbetrieb in das neue Gebäude in Kampl hat für einige Verärgerung gesorgt, war jedoch aufgrund des verzögerten Terminplans bzw. nicht ausreichend wasserbeständigen Industriebodenbeläge unbedingt erforderlich. Einer Übersiedlung rechtzeitig vor Beginn des Wintersemesters 2019/20 scheint aktuell nichts mehr im Wege zu stehen. Die schadhaften Böden wurden mittlerweile saniert. Noch nicht geklärt ist, wer die Kosten für diese Schadensbehebung trägt.

Antworten auf weitere spannende Fragen werden die nächsten Monate bringen: Schlussendlich hoffen wir, dass sich die Neustifter Kinder und Lehrer ab Herbst im neuen Schulcampus wohlfühlen. Dann haben sich die vielen Diskussionen, Pannen und teils fragwürdigen Entscheidungen zumindest gelohnt.

Neuigkeiten aus der Gemeindepolitik

Für viele überraschend wurde der Spielplatz am Uferweg in Milders im Frühjahr demontiert. Dies war erforderlich, da die Spielgeräte aufgrund diverser Schäden keine ausreichende Sicherheit für die Kinder mehr gewährleistet haben. Erfreulicherweise wurden neue Spielgeräte bereits einige Wochen später durch die Gemeinde wieder bestellt, seit Kurzem ist der Spielplatz wieder in Betrieb!

In der GR-Sitzung vom 19.03.2019 wurde seitens der Gemeinschaftsliste der Antrag eingebracht, dass unser „Rumpel-Dorfplatz“ barrierefrei gestaltet wird. Der Gemeinderat muss nun innerhalb von 6 Monaten über diesen Antrag abstimmen. Vielleicht lässt sich doch noch eine Lösung finden, damit das „zentrale Pflaster“ unseres Dorfes auch von allen Bewohnern und Besuchern problemlos begangen werden kann.

Der vergangene Winter hat Neustift wie auch weiten Teilen des restlichen Landes eine tolle Winterlandschaft mit großen Mengen des „weißen Goldes“ beschert. In diesem Zuge ist es gar nicht besonders aufgefallen, dass der Skilift in Krößbach durch die im vergangenen Sommer errichtete Beschneiungsanlage nunmehr auch in schneearmen Winter de facto eine „Schneegarantie“ abgeben kann. Danke an alle, die sich für diese Lösung bemüht und ihren Beitrag geleistet haben!

Wasserableitung für TIWAG-Kraftwerk Sellrain-Silz:
Bei der GR-Sitzung am 16.07.2019 wurde einstimmig unserem Gemeinde-RA Dr. Sallinger das Mandat erteilt, weitere Rechtsmittel gegen die geplante Wasserableitung auszuschöpfen.

Zertifikatsverleihung für


Auch an Neustift wurde am 29.11.2018 im Rahmen einer festlichen Zertifikatsverleihung in Sankt Wolfgang von Familienministerin Dr. Juliane Bogner-Strauß gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Mag. Alfred Riedl, an insgesamt 102 Gemeinden das staatliche Gütezeichen familienfreundlichegemeinde für ihr familienfreundliches Engagement verliehen. „Die Gemeinden leisten einen enormen Beitrag zu einem familienfreundlichen Österreich. Von gelebter Familienfreundlichkeit in der Gemeinde profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger sondern auch die lokale Wirtschaft.

480 Gemeinden sind schon dabei! Das sind rund 20 % aller österreichischen Gemeinden. Über 2,3 Mio. Bürgerinnen und Bürger profitieren bisher von den familienfreundlichen Maßnahmen. 1/3 aller Österreicherinnen und Österreicher lebt demnach in einer familienfreundlichen Gemeinde.

Ziel ist es, individuelle Lösungen für eine nachhaltige Gemeindepolitik in unserer Gemeinde Neustift und über die Gemeindegrenzen hinaus in einem Umsetzungszeitraum von 3 Jahren zu entwickeln.

Maßnahme Nr. 1: Verbesserung der Willkommenspakete
Maßnahme Nr. 2: Erweiterung bestehender öffentlicher Spielplätze
Maßnahme Nr. 3: Ausbau der bestehenden talweiten Kinder- und SchülerInnenbetereuung
Maßnahme Nr. 4: Erweiterte Sprachkompetenz im Kindergarten und in den Volksschulen
Maßnahme Nr. 5: Schaffung eines besseren Angebotes der Ferien- Sommerbetreuung sowie des Ferienprogramms
Maßnahme Nr. 6: Talweite Lehrstellen- und Jobbörse auf der Homepage der Gemeinden sowie auf der Homepage des Planungsverbandes Stubaital
Maßnahme Nr. 7: Talweite Homepage-Kooperation: Informationen, Angebote und Dienste in den Gemeinden zB. Für pflegende Angehörige
Maßnahme Nr. 8: Umbenennung des Armenfonds
Maßnahme Nr. 9: Austausch und Anregungsplattform – Standartisierte talweite BürgerInnenbeteiligung
Maßnahme Nr. 10: Schaffung von leistbarem Wohnraum in Form von Mietkauf- /Kauf- Eigentumswohnungen


Am Beginn stand der Auditprozess familienfreundlichegemeinde, ein kommunalpolitischer Prozess, in dem unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aller Generationen das bereits vor Ort bestehende familienfreundliche Angebot evaluiert und neue bedarfsorientierte Maßnahmen entwickelt wurden. Dass ein Mehr an Familienfreundlichkeit in der Gemeinde nachweislich auch positive Effekte für den Standort hat, zeigt eine aktuelle Studie der Familie & Beruf Management GmbH, in der zertifiziert familienfreundliche Gemeinden mit nicht-zertifizierten familienfreundlichen Gemeinden verglichen wurden. „Dabei hat sich gezeigt, dass das Bevölkerungswachstum in den zertifizierten Gemeinden stärker und die Erwerbsquote höher ist. Wer also Abwanderung vorbeugen will, wer qualifizierte Arbeitskräfte will, der sollte sich mit der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt auseinandersetzen und genau dabei hilft das Audit familienfreundlichegemeinde“, betonte die Familienministerin.

GRin Anita Siller, Vize-Bgm. Andreas Gleirscher und Klaus & Barbara Rainer mit BMin Juliane Bogner-Strauß und Alfred Riedl bei der Zertifikatsverleihung am 29. November 2018 in Sankt Wolfgang.

Mehr dazu auf  www.familieundberuf.at


In der Sitzung vom 26. Juni entscheidet sich der Neustifter Gemeinderat gegen den Abschluss eines Options- und Dienstbarkeitsvertrags mit der Goldsutten GmbH, welcher die Überspannung des Grundstücks der Gemeindeguts-Agrargemeinschaft erlaubt hätte. Im Vorfeld wurde das Thema kontrovers diskutiert und bereits im Wahlkampf 2016 hat sich die Gemeinschaftsliste klar gegen das Projekt positioniert. Umso mehr freut es uns, dass der Großteil der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen dieses Projekt ebenso kritisch betrachtet und in Frage gestellt hat!

Bei der Gemeinderatssitzung bewarben Martin Pittl, Geschäftsführer der Goldsutten GmbH, sowie Roland Volderauer, Geschäftsführer des TVB Stubai, den Bau Zubringerbahn, konnten die Mehrheit des Gemeinderats aber nicht mehr überzeugen. Mit 8 Gegenstimmen und einer Enthaltung positionierte sich dieser gegen die Umsetzung des Projekts.

Update:

Auch wenn wir als Nichtbefürworter des Projekts laut Meinung prominenter Neustifter im biblischen Sinne „nicht wissen, was wir tun“, so hat der Gemeinderat mit seinem Nein zur geplanten Überspannung von Agrar-Grundstücken den Bau der Gondelbahn doch vorerst gestoppt. Wer jedoch der Meinung war, dass dieses Projekt nunmehr endgültig „gestorben“ ist, der irrte: Betreiber und Befürworter haben in den vergangenen Monaten an einer Umplanung gearbeitet. Es ist zu erwarten, dass in absehbarer Zeit ein neuerlicher Antrag in Sachen Zubringerbahn im Neustifter Gemeinderat eingebracht wird.

Millionenprojekt Schulzentrum Kampl

Das Projekt Schulzentrum Kampl startet nun in eine weitere Phase, ab sofort werden die öffentliche Ausschreibungen durchgeführt. Lesen Sie den Aushang, um nähere Informationen zu erhalten.

Familienfreundliche Gemeinde Neustift

Die zwei engagierten Frauen der Gemeinschaftsliste Anita Siller und Barbara Rainer setzen sich aktiv für das Projekt "familienfreundlichegemeinde" in Neustift ein und besuchten hierfür die Info-Veranstaltung vom Österreichischen Gemeindebund. Die Auszeichnung als familienfreundliche Gemeinde wäre nicht nur ein sehr positives Signal für den Tourismus, sondern auch ein absoluter Mehrwert für alle Familien in Neustift.

Geschlossen gegen die Wasserableitung

Gegen den positiven UVP-Bescheid der Umweltabteilung des Landes Tirol zur Erweiterung des Kraftwerks Sellrain-Silz wird die Gemeinde Neustift rechtliche Schritte einleiten. Dies wurde in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen.

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