Aktuelles aus dem Gemeinderat

Die Protokolle der öffentlichen Gemeinderatssitzungen finden sie auf der  Hompage der Gemeinde Neustift.



Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2016

Für den 28. 07. 2016 wurde eine kurzfristige Gemeinderatssitzung einberufen. Das dafür verantwortliche dringende Thema war die von der TIWAG für die Erweiterung des Kraftwerks Sellrain-Silz geplante Wasserableitung aus dem Neustifter Gemeindegebiet. Bekanntlich hat die Tiroler Landesregierung per 24. 06. 2016 einen positiven Bescheid im Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) erlassen. Sämtliche bisherigen Einsprüche – auch die der Gemeinde Neustift – wurden abgewiesen und das Projekt somit vom Land Tirol bewilligt. Rechtsanwalt Dr. Michael Sallinger, der die Gemeinde in dieser Angelegenheit gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Lothar Stix vertritt, erläuterte den Gemeinderäten den aktuellen Stand im Verfahren sowie die weiteren rechtlichen Möglichkeiten.

Einstimmig wurde sodann vom Gemeinderat beschlossen, dass die Gemeinde Neustift gegen den vorliegenden Bescheid eine von Dr. Sallinger bereits ausgearbeitete Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einbringt und auch die weiteren Folgen dieses Beschwerdeverfahrens (möglicherweise zusätzliche Gutachten, hoher Kostenaufwand) auf sich nimmt.

Nach Ansicht von Dr. Sallinger wurden im UVP-Verfahren des Landes die Einwände der Gemeinde Neustift betreffend die Bedeutung des Wasser in unserem Tal (Lebensraum, Tourismus-Infrastruktur) zu wenig berücksichtigt und auch fehlende Ausgleichsmaßnahmen nicht beanstandet. Laut Dr. Sallinger sind derzeit weder Dauer, Kosten noch Ausgang des nun beginnenden Beschwerdeverfahrens seriös abschätzbar. Positiv ist aus seiner Sicht, dass die Entscheidung im Gegensatz zum UVP-Verfahren nicht vom Land Tirol als 100%-Eigentümer der TIWAG, sondern von einer unabhängigen Instanz in Wien getroffen wird.

Alle Fraktionen im GR waren sich einig, dass in dieser Angelegenheit auch außerhalb des Beschwerdeverfahrens intensiv politisch gearbeitet werden muss. BM Peter Schönherr erläuterte, dass die Unterstützung von TVB Stubai und dem Deutschen Alpenverein bereits vorliegt. Der Österreichische Alpenverein und die Stubaier Bergführer werden von BM Schönherr in dieser Angelegenheit noch zur Unterstützung aufgefordert. BM Peter Schönherr und VBM Andreas Gleirscher führen in den kommenden Wochen zu diesem Thema Gespräche mit LH Platter, den Vertretern der TIWAG sowie den restlichen Stubaier Gemeinden.



Unter dem Tagesordnungspunkt „Anträge, Anfragen und Allfälliges“ wurden von der Gemeinschaftsliste einige Fragen an den Bürgermeister gestellt, diese sowie die Antworten nachfolgend in Kurzform:

Frage: Aktueller Stand i. S. „Beschneiungsanlage Krösbach“? :
Antwort BM Schönherr: Zuständig ist derzeit der Aufsichtsrat der Elferlifte; BM Schönherr möchte als Mitglied des Aufsichtsrates im Gemeinderat nicht dazu Stellung nehmen.

Schulneubau Kampl: Wie geht’s weiter?
Derzeit ist vieles am Laufen. Grundsätzlich hat VBM Andreas Gleirscher in diesem Fall als zuständige Baubehörde für die Durchführung der Bauverhandlung zu sorgen, dann können weitere konkrete Schritte folgen.

Ist es möglich, dass Vorbereitungsunterlagen zu den Gemeinderats-Sitzungen den Gemeinderäten elektronisch übermittelt werden können (Für auswärts Berufstätige ist eine Einsichtnahme innerhalb der Amtszeiten nur schwer möglich)?
Aus seiner Sicht besteht dafür kein konkreter Bedarf, die Gemeinde-Mitarbeiter sind mit anderen Arbeiten für den Gemeinderat bereits stark ausgelastet. Falls erforderlich, bleibt Amtsleiterin Jasmin Schwarz mittwochs gerne eine Viertelstunde länger im Amt, damit auswärtige Angestellte die Unterlagen einsehen können.

Vor dem Eingangsbereich der öffentlichen WCs neben dem Probelokal der Musikkapelle stinkt es teilweise sehr stark – sind hier irgendwelche Maßnahmen (baulich, etc.) vorgesehen?
Das WC wird dankenswerterweise täglich von Fr. Vera Gleirscher geputzt. Weitere Maßnahmen sind nicht angedacht.

Wie weit ist das angedachte Grillverbot für das Erholungsgebiet Klausäuele (Problem: Müllentsorgung) mittlerweile gediehen?
Die rechtliche Abklärung ist dzt. im Gange.

Leider waren nicht alle neuen Ersatzgemeinderäte zur Info-Veranstaltung „Finanzierung Schulneubau Kampl“ eingeladen. Wie können diese Personen die erforderlichen Informationen erhalten?
Interessierte Ersatz-GR können sich telefonisch beim Finanz-Leiter der Gemeinde Neustift, Gebhard Haas, melden. Dieser wird die notwendigen Auskünfte erteilen. (Anmerkung: Gebhard Haas hat drei neuen EGR der Gemeinschaftsliste am 10.08.2016 die entsprechenden Informationen präsentiert).





Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 27. Juni 2016

Im Wahlkampf zur GR-Wahl hat sich die Gemeinschaftsliste dafür ausgesprochen, vor dem Baustart des Schulprojekts Kampl sorgfältig offene Fragen und allfällige Alternativen (Sanierung/Modernisierung Bestand) zu überprüfen. In der GR-Sitzung vom 27. 06. 2016 wurde nunmehr mit einer Mehrheit von 10:7 Stimmen beschlossen, den noch ausständigen Baurechtsvertrag mit dem Verein zur Förderung der Sportausbildung an der Skimittelschule Neustift abzuschließen, wodurch der Schulneubau in Kampl (zusammen mit den bereits vorliegenden Beschlüssen aus den Vorjahren) defacto nicht mehr zu stoppen ist.

Die Gemeinschaftsliste, sowie die Listen GWZ und Zukunft Neustift,) haben dem Beschluss zu diesem Zeitpunkt NICHT zustimmen können, da unsere Auflagen für eine eventuelle Zustimmung trotz einer Informationsveranstaltung für die Gemeinderäte nach wie vor nicht erfüllt waren: Wir sind enttäuscht, dass diese berechtigten Forderungen nicht erfüllt wurden. Somit verbleibt im Zusammenhang mit dem Großprojekt nach wie vor Unsicherheit - hauptsächlich hinsichtlich der langfristigen finanziellen Auswirkungen auf unsere Gemeinde. Natürlich haben wir aber diese Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren! Wir hoffen, dass sich unsere Bedenken in einigen Jahren als unbegründet erweisen! Die Gemeinschaftsliste wird an der weiteren Umsetzung des Schulprojekts aktiv mitarbeiten und gemeinsam mit den anderen Listen versuchen, etwaige Verbesserungen vorzunehmen, um ein möglichst gutes Ergebnis für die Gemeinde zu erzielen!





Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 09. Juni 2016

Wahl des Substanzverwalters
Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde nach zwei Sitzungen mit 8:8-Abstimmungen nunmehr Hermann Stern von „Junges Neustift“ mit 9:8 Stimmen als Substanzverwalter für die Gemeindeguts-Agrargemeinschaft gewählt. Wir gratulieren Hermann Stern zu seiner Wahl und hoffen, dass die dringend anstehenden Aufgaben nun konstruktiv und rasch bearbeitet werden.

Trotzdem möchten wir darlegen, warum die Gemeinschaftsliste bei der Abstimmung gegen die Wahl von Hermann Stern gestimmt hat: Im Wahlkampf wurden mehrmals Vorwürfe geäußert, dass die Gemeinschaftsliste - aufgrund des Naheverhältnisses mancher Mitglieder zur Agrargemeinschaft - der Gemeinde Neustift Vermögen entziehen möchte. Um die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe zu untermauen, haben wir von vorne herein auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten für das Amt des Substanzverwalters verzichtet.

Nach den 8:8-Abstimmungen kam es zu internen Verhandlungen der Listenführer, wobei ein Vorschlag (jeweils 3 Jahre Daniel Illmer und Friedrich Siller als Substanzverwalter, Junges Neustift erhält Obmann-Posten in drei zentralen Ausschüssen) nach einer Sitzung bereits als akzeptable Kompromiss-Lösung erschien, der auch Martin Pfurtscheller (Für Neustift) zustimmte. Beim darauffolgenden Treffen wurde dieser Vorschlag von BM Peter Schönherr jedoch wieder abgelehnt.

Wir sind der Meinung, dass sowohl Hermann Stern als auch DI Daniel Illmer und Dr. Friedrich Siller die notwendigen Kenntnisse und entsprechenden Einsatz mitbringen, um die Aufgaben des Substanzverwalters gut bewältigen zu können. Aus folgendem Grund hätten wir jedoch einen Gegenkandidaten zu Junges Neustift bevorzugt:

So wären beispielsweise bei der Wahl von Daniel Illmer in dieses Amt die politischen Schlüsselpositionen in der Gemeinde auf die drei mandatsstärksten Fraktionen verteilt gewesen: Diese Konstellation hätte unserer Meinung nach am besten dem von allen Fraktionen propagierten „Miteinander“ im Gemeindeleben entsprochen und die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat gerecht widergespiegelt.

Die Mandatare von Junges Neustift, Für Neustift sowie unser Listenmitglied Patrick Berger waren anderer Meinung - wir erkennen dieses Wahlergebnis natürlich an. Gleichzeitig hoffen wir, dass Hermann Stern sein Versprechen wahr macht, seine beiden ebenfalls neu gewählten Stellvertreter DI Norbert Gleirscher (GWZ) und Andreas Gleirscher (Gemeinschaftsliste) aktiv in die Verwaltung mit einbindet und ein gutes Gesprächsklima mit der Agrargemeinschaft aufbaut.


Festlegung Anzahl der Ausschussmitglieder
Erfreulicherweise wurde unser Vorschlag, die Ausschüsse des Gemeinderats in der laufenden Periode mit jeweils 7 Mitgliedern möglichst breit aufzustellen, nach anfänglicher Ablehnung, nunmehr von allen Mandataren mitgetragen. Laut unserem Verständnis sind größere Ausschüsse essenziell, um gemeinsam Projekte vorzubereiten, die dann in den Gemeinderat gelangen.

Durch diese Entscheidung des Gemeinderats ist es nun besser möglich, dass die laut Tiroler Gemeindeordnung zur Entsendung von Ausschuss-Mitgliedern berechtigten Listen einen Teil ihrer Sitze an kleinere Fraktionen abgeben. Mittlerweile wurden die Mitglieder bereits benannt, erfreulicherweise sind ALLE im Gemeinderat vertretenen Listen mit Mitgliedern in den Ausschüssen vertreten!

Wir sind froh, dass damit ein wichtiger Schritt in Richtung „miteinander“ getan wurde und wünschen allen Ausschüssen eine gute und ergebnisorientierte Zusammenarbeit!





Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 03. Mai 2016

Die Schwerpunkte der Sitzung am 03.05.2016 waren die Festsetzung der Ausschüsse des Gemeinderates, die Ernennung von Gemeindevertretern in diversen Gremien sowie die Wahl des Substanzverwalters sowie dessen Stellvertreter. Zuvor wurden die Tagesordnungspunkte Wohnbauprojekt TIGEWOSI - Wohnungsvergabe und Finanzangelegenheiten (HullyGully, Asphaltierungsarbeiten, Aufwandsentschädigung Vize-BM und Telefonpauschale BM und Vize-BM) jeweils einstimmig entschieden.

Bei der Festsetzung der Anzahl der Ausschussmitglieder wurde nach intensiver Diskussion schlussendlich auf Antrag von GR Friedrich Siller beschlossen, diese Abstimmungen zu verschieben. Alle Fraktionen sind damit einverstanden, zwecks Abstimmung von Art und Anzahl der Ausschüsse, deren Größe (Mitglieder) und des jeweiligen Vorsitzenden entsprechende Gespräche mit den anderen Listen zu führen, um eine konsensfähige Lösung bereits vor der nächsten Abstimmung zu finden.

Bei der Bestellung der Organe der Gemeindegutsagrargemeinschaft (Substanzverwalter) wurde der von BM Peter Schönherr vorgesehene Tagesordnungspunkt 10.1 (Beratung/Beschlussfassung über mögliche Befangenheit des Mandatars Karl Pfurtscheller/Gemeinschaftsliste) ersatzlos gestrichen, da eine derartige Befangenheit nach übereinstimmender Rechtsauskunft nicht vorlag.

Die anschließend in geheimer Abstimmung per Wahlzettel durchgeführte Wahl des Substanzverwalters brachte in beiden Wahldurchgängen eine 8:8 Stimmengleichheit für die Kandidaten Hermann Stern (Junges Neustift) und Norbert Gleirscher (GWZ Neustift) bei jeweils einer Enthaltung. Somit wurde kein Substanzverwalter bestellt.

BM Peter Schönherr rief anschließend dazu auf, Wahl-Vorschläge für die beiden Substanzverwalter-Stellvertreter zu machen. Auf Nachfrage erklärte GR Hermann Stern (Junges Neustift), für die Funktion des Stellvertreters nicht zur Verfügung zu stehen. Als Stellvertreter wurden sodann GR Daniel Illmer (GWZ) und Vize-BM Andreas Gleirscher (Gemeinschaftsliste) vorgeschlagen. Weitere Vorschläge wurden nicht eingebracht. Die Wahl der beiden Stellvertreter erfolgte einstimmig mit Enthaltungen.

Unter "Allfälliges" erklärte Mandatar Patrick Berger (Gemeinschaftsliste), dass er bei der Wahl des Substanzverwalters für die Stimmenthaltung verantwortlich war. Patrick erläuterte, dass er damit alle im GR vertretenen Listen an die Einhaltung ihrer Wahlversprechen ("Mehr miteinander", "Schluss mit 9:8" etc.) erinnern wollte. Er rief alle Gruppierungen dazu auf, bei der Wahl des Substanzverwalters vorab eine gemeinsame Lösung zu finden. BM Peter Schönherr lobte die Vorgangsweise von Patrick Berger und stellte gleichzeitig klar, dass für "Junges Neustift" GR Hermann Stern die einzige Wahlmöglichkeit sei. Hermann Stern habe in der abgelaufenen GR-Periode (bestellter Substanzverwalter war BM Peter Schönherr) bereits operativ diese Agenden sehr gut ausgeführt.





Infoveranstaltung zum Thema "Schulbau NEU"

Am 28.04.2016 waren sämtliche Gemeinderäte und Ersatzmitglieder des Gemeinderates zu einer Informationsveranstaltung zum geplanten Schulprojekt Kampl eingeladen. Folgende Auskunftspersonen waren ab 14 Uhr in den Sitzungssaal der Gemeinde gekommen:

Nach einer Präsentation der Projekthistorie, des aktuellen Projektstatus sowie des Mehrwerts für die Gemeinde durch BM Peter Schönherr erläuterte Dir. Thomas Wirth die geplante Raumaufteilung in der Clusterschule sowie das Clusterkonzept an sich. Anschließend wurden die bereits im Vorfeld von der Gemeinschaftsliste vorgelegten Fragen von den Experten beantwortet, bei einigen Punkten kam es zu regen Diskussionen. Schlussendlich wurde von den Vertretern des Landes die Kostenstruktur und die Kostenentwicklung des Projekts in den letzten 10 Jahren erläutert, wobei insbesondere auf die außerordentlich hohe Förderung durch das Land Tirol hingewiesen wurde. In der Folge wurden mögliche Kostenüberschreitungen und deren Auswirkungen diskutiert.

Nach der Infoveranstaltung sind wir von der Gemeinschaftsliste der Meinung, dass es sich beim "Schulcampus Kampl" um ein Projekt handelt, das den Neustifter SchülerInnen ein architektonisch wertvolles, großzügiges Schulgelände zur Verfügung stellen würde. Inwiefern das bauliche Konzept einer "Cluster-Schule" pädagogisch sinnvoll ist, von den betroffenen Lehrern angenommen wird und welchen Mehrwert es den Schülern bringt, kann von uns nicht beurteilt werden. Die Verantwortlichen (Architekten, Land Tirol, Bürgermeister) sind nicht gewillt, beim vorliegenden Projekt noch wesentliche Veränderungen (z.B. Verdichtung, Aufstockung) vorzunehmen.

Bevor ein derartiges Großprojekt tatsächlich realisiert wird, sind aus unserer Sicht allerdings zwingend folgende Punkte zu klären:
Bei der Informationsveranstaltung standen großteils konkrete Projekt-Informationen im Vordergrund. Teilweise wurde jedoch auch sehr emotional diskutiert (z.B. zu den Themen Volksbefragung, Verkehrskonzept, Baukosten). Leider wurden kritische Fragen zum Projekt von den Auskunftspersonen nicht immer sachlich beantwortet, sondern die fragenden (Ersatz-)Gemeinderäte als nicht-interessierte "Ewig-Gestrige" hingestellt. Trotzdem bedanken wir uns für den informativen Nachmittag und die Gelegenheit für viele Fragen. Wir blicken gespannt auf die Offenlegung weiterer wichtiger Informationen, damit eine verantwortungsvolle Entscheidung über die "Schulzukunft" in Neustift getroffen werden kann.

Die Gemeinschaftsliste hat bereits im Vorfeld gemeinsam mit vielen Vertretern aus der Bevölkerung einen Fragenkatalog erstellt, welcher den Experten bei der Infoveranstaltung vorgelegt wurde. Die beantworteten Fragen finden Sie hier:





Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 30. März 2016

Am Mittwoch, den 30. März 2016, fand die zweite Gemeinderatssitzung statt. Nach der einstimmigen Genehmigung des GR-Protokolls vom 02. Februar 2016 erfolgte der Bericht von Bürgermeister Peter Schönherr. Anschließend erfolgte die Präsentation der Jahresrechnung 2015. Für die Finanzierung des Vorhabens Kanalsanierung Unterberg wurde einstimmig beschlossen, dass keine neue Darlehensaufnahme erfolgen soll, sondern die Konten durch Umschichtung gedeckt werden sollen. Zudem wurde einstimmig beschlossen, dass die Finanzierung für die Kostenüberschreitungen im Zuge von Asphaltierungsarbeiten, Straßenbaumaßnahmen und Kanalsanierungen, ebenfalls durch Umschichtung von Mehreinnahmen erfolgen wird. Da es auch in Zukunft aufgrund unvorhergesehener Ereignisse zu Kostenüberschreitungen in größerem Ausmaß kommen könnte, wurde beschlossen, dass der zukünftige Finanzausschuss in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat Vorkehrungen treffen wird, um diese Mehrausgaben zu vermeiden. Aufgrund der Wettersituation im vergangenen Sommer kam es zu unerwartet hohen Ausgaben im Bereich Elementarereignisse. Diese werden einerseits durch Bedarfszuweisungen des Landes Tirol, sowie durch Umschichtungen aus dem Gemeindebudget finanziert. Nach der Präsentation der Jahresrechnung und des Berichts des Überprüfungsausschusses wurde die Jahresrechnung 2015 beschlossen.

Beim folgenden Tagesordnungspunkt wurde der Auftrag für den Kanalbau Bichl einstimmig an die Firma Rieder KG vergeben. Die Finanzierung des Projekts soll aus den laufenden Einnahmen des Haushaltsbudgets 2016 erfolgen. Der Ankauf einer Putzmaschine für die Volksschule Neder wurde einstimmig beschlossen. Aufgrund der Empfehlung der Abteilung für Soziales des Amtes der Tiroler Landesregierung wurden die Tarife im Alten- und Pflegeheim Neustift angepasst und vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. In Zukunft besteht die Möglichkeit, Kinder nur bis 15 Uhr im Hort zu belassen, um den Eltern mehr Flexibilität zu ermöglichen. Der Gemeinderat wird versuche, die Unterbringung im Hort für Eltern und Kinder in Zukunft noch flexibler zu gestalten.

Der Gemeinderat beschloss im Tagesordnungspunkt Personalangelegenheiten einstimmig, die Beratung und Beschlussfassung über Personalangelegenheiten des Alten- und Pflegeheims bis Ende 2017 an den Gemeindevorstand zu übertragen. Weitere Personalangelegenheiten wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen.

Beim abschließenden Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ stellte GR Josef Pfurtscheller den Antrag, eine Reinigung der durch Graffiti verunreinigten Bushaltestellenhäuschen durchführen zu lassen und brachte den Vorschlag ein, die öffentlichen Toiletten in der Gemeinde in engeren Zeitabständen reinigen zu lassen. Zusätzlich forderte er, die Bachmündung beim Waldcafé auszubaggern, um im Fall von neuerlichen Elementarereignissen zusätzlichen Schutz zu gewährleisten. GR Karl Pfurtscheller forderte in der Angelegenheit Pinnisbach/Ruetz-Verbauung aufgrund der Nähe zu Wohnanlagen und Infrastruktur erhöhten Handlungsbedarf. Bei der behördlichen Begehung der Anlage wurde keine erhöhte Dringlichkeit gesehen und die Erstellung eines Sanierungsprojekts gefordert. Jedoch ist man sich im Gemeinderat einig, dass der zeitliche Rahmen für eine Projekterstellung sehr begrenzt ist und akuter Handlungsbedarf besteht. Beim Sportplatz Kampl schlug GR Georg Gleirscher im Zuge der Überdachung der Tribünen auch die Überdachung der Beschallungsanlage vor. Abschließend brachte GR Norbert Gleirscher den Vorschlag ein, im Recyclinghof eine Hebevorrichtung für die Entsorgung der Schlachtabfälle zu errichten. GR Martin Pfurtscheller entgegnete, dass bei der Errichtung des Recyclinghofs dieses Anliegen bereits thematisiert wurde, jedoch aufgrund der vorliegenden Infrastruktur damals nicht weiter verfolgt wurde. Der Gemeinderat einigte sich darauf, diese Angelegenheit weiterzuverfolgen.





Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 23. Februar 2016

Am Mittwoch, den 23. März, fand die konstituierende Gemeinderatssitzung statt. Nach der Angelobung der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte folgte bei Tagesordnungspunkt 2 die Festlegung der in der Tiroler Wahlordnung vorgeschrieben Posten. Als erstes wurde die Anzahl der Bürgermeister-Stellvertreter einstimmig auf einen Stellvertreter beschlossen. Für die Wahl des Bürgermeister-Stellvertreters wurden Hermann Stern von der Liste Junges Neustift – Peter Schönherr, sowie Andreas Gleirscher von der Gemeinschaftsliste vorgeschlagen. Die Abstimmung des Gemeinderats ergab ein Ergebnis von 9 zu 8 Stimmen für Andreas Gleirscher. Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister, seinem Stellvertreter, sowie maximal 4 weiteren stimmberechtigten Mitgliedern. Die Liste Junges Neustift - Peter Schönherr schlug 2 weitere Mitglieder vor, die Gemeinschaftsliste und GWZ brachten den Antrag auf 4 weitere Vorstandsmitglieder ein. Nach Abstimmung des Gemeinderats ergaben sich 9 Stimmen für 4 und 8 Stimmen für 2 weitere stimmberechtigte Mitglieder. Somit besteht der Gemeindevorstand für kommende Gemeinderatsperiode für aus insgesamt 6 Personen. Dabei fallen drei Stellen auf die Liste Junges Neustift – Peter Schönherr, welche von Bürgermeister Peter Schönherr, Hermann Stern und Markus Müller besetzt werden. Die Gemeinschaftsliste Neustift erhält 2 Stellen im Gemeindevorstand, welche von Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Gleirscher und Karl Pfurtscheller besetzt werden. Eine weitere Stelle fällt auf die Liste GWZ, wodurch Daniel Illmer den Gemeindevorstand vervollständigt.

Es wurde einstimmig beschlossen, dass die stimmberechtigten Mitglieder des Gemeindevorstands im Fall ihrer Verhinderung durch Ersatzmitglieder vertreten werden. Als Ersatzmitglieder im Gemeindevorstand fungieren für die Liste Junges Neustift – Peter Schönherr Norbert Stern, Robert Fankhauser und Benjamin Steirer. Ersatz-Gemeindevorstände der Gemeinschaftsliste sind Josef Pfurtscheller und Georg Gleirscher, sowie Norbert Gleirscher für die Liste GWZ.

Tagesordnungspunkt 3 beinhaltete die Bestellung der Organe der Gemeindegutsagrargemeinschaft. Die Liste GWZ schlug für den Posten des Substanzverwalters Norbert Gleirscher vor. Die Liste Junges Neustift – Peter Schönherr nominierte für das Amt des Substanzverwalters Hermann Stern. Aufgrund von Befangenheit waren mehrere Gemeinderäte nicht stimmberechtigt und aufgrund fehlender Ersatzmitglieder waren für die Wahl des Substanzverwalters nur 16 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte stimmberechtigt. Bei der Abstimmung ergab sich infolge ein Ergebnis von 8 zu 8, weshalb die Wahl des Substanzverwalters, sowie dessen 1. und 2. Stellvertreter, vertagt wurde. Als 1. Rechnungsprüfer wurde Benjamin Steirer einstimmig bestellt.

Wir gratulieren Andreas Gleirscher ganz herzlich zur Wahl zum Bürgermeister-Stellvertreter und bedanken uns bei den Neustifterinnen und Neustiftern für das große Interesse!